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Spaziergang durch das Dorf Chorin
4. Auf den Spuren der Zisterzienser
„…wir dem Abt und den Brüdern von Lehnin Besitzungen übergeben zum Bau einer Abtei des Zisterzienserorden…Dies war der Anfang des Klosters Mariensee, dessen ehrwürdige Mauerreste noch heute dem Beschauer erzählen aus jenen Tagen der Klosterherrlichkeit. Der Pehlitzwerder, auch in naturkundlicher Beziehung höchst hervorragend, ist durch jene Stiftung ewig denkwürdig geworden. Tausendjährige Eichen breiten schützend ihre Aeste um die von Efeu und allerlei Gesträuch überwucherten Reste und geben dem Ganzen ein traumverlorenes Ansehen.“
(Rudolf Schmidt, 1910)
Blick vom WeinbergMan kann aber auch nach weiteren Spuren der Zisterzienser suchen. Vor der Klosteranlage liegt die Ruine der einstigen Klostermühle, ein Beleg für die Nutzung der Wasserkraft. Gegenüber der Straße liegt der sogenannte Weinberg. Für die liturgischen Aufgaben benötigte man Wein und es war natürlich billiger, ihn Vorort selbst anzubauen als weite Transportwege in Kauf zu nehmen. Unweit im Wald liegen die Bullenwiesen. Denkbar, dass dies die Karpfenzuchtteiche des Klosters waren. Und der Name Hopfengartensee spricht für sich. Bier als ein wichtiges Hauptgetränk im Mittelalter wurde von den Mönchen im Kloster gebraut.
Ensemble "Alte Klosterschänke"Vor der Ostseite des Klosters liegt das heutige Ensemble „Alte Klosterschänke“. Es umfasst die Historische Schmiede, die einstige Scheune und das Ferienhaus. Es ist die älteste Einkehr für Klosterbesucher und in der Scheune kann man regionale Bio-Küche genießen. Dies war der Spaziergang vom Bahnhof zur Alten Klosterschänke. Sie können dem Pfad natürlich auch von der anderen Seite folgen, also von der Schänke zum Zentrum der Großgemeinde Chorin.